▷ Handtuch Stoff: Die beliebtesten Materialien im Vergleich [2022]

Autor: Ann-Katharina

An den Stoff des Handtuchs stellen sich hohe Anforderungen. Er soll kuschelweich sein und jede Menge Feuchtigkeit aufnehmen. Die Ansprüche der Kunden sind in den letzten Jahren gestiegen. Darauf hat die Branche reagiert und liefert nachhaltige und ökologisch Premium-Stoffe, wie Bio-Baumwolle, Leinen und Bambus als Alternative und Ergänzung zu den beliebten klassischen Baumwollhandtüchern. Pflegeleichte Mikrofaser, Frottee und erstklassige Premiumstoffe machen die Wertigkeit eines Handtuchs aus.

Welche Qualitätsmerkmale hat ein Handtuch?

Eines der wichtigsten Qualitätsmerkmale bei Handtüchern entfällt auf das verwendete Garn. Der beliebteste Stoff ist Baumwolle für die Herstellung von Handtüchern. Das Material fühlt sich gut an und ist relativ unempfindlich. Außerdem sollte ein Handtuch langlebig und saugfähig sein. Erst das Zusammenspiel aus dem Garn und der Webart macht aus einem Stoff ein kuschelweiches Handtuch. Werfen Sie einen Blick auf die Schlingen des Handtuchs. Fallen die Schlingen lang aus, ist das Handtuch saugstark.

Die Dicke eines Handtuchs ist ebenso verantwortlich für seine Saugfähigkeit und Qualität. Wenn das Sonnenlicht durch ein Handtuch hindurch schimmert, ist es zu dünn. Sie sollten aber nicht allein auf Basis der Dicke Ihre Entscheidung fällen. Die Webart hat einen ebenso großen Einfluss auf die Qualität. Beispielsweise sind Hammam-Handtücher deutlich dünner und feiner, bringen aber eine höhere Saugstärke mit.

Eine subjektive Entscheidung entfällt auf die Haptik und die Weichheit eines Handtuchs. Es gibt sehr dicke Handtücher, die oftmals in der Saugfähigkeit enttäuschen. Das ist immer dann der Fall, wenn das Garn schäbig vorbehandelt wurde. Gehen Sie auf Nummer sicher und entscheiden Sie sich für ein Handtuch, mit dem Öko Tex 100 Gütesiegel. Der Hersteller garantiert eine schadstofffreie Produktion.

Das Gewicht steht in Relation zu der Fläche des Handtuchs. Ein Standard Handtuch beginnt bei ungefähr 400 g/Quadratmeter. Die meisten Standardtücher messen 50 × 100 cm. Eine leichte Qualität der Handtücher reicht bis zu 600 g/Quadratmeter. Alles was darüber liegt wirkt schwer und unkomfortabel. Deshalb ist der Gewichtsbereich zwischen 400 und 500 g/Quadratmeter geeignet für private Zwecke. Im Prinzip ist es mit dem Gewicht wie mit der Dicke und der flauschigen Haptik – sie entscheiden anhand Ihrer persönlichen Voraussetzungen und Wünsche.

Welche Materialien kann ein Handtuch haben?

Die klassischen Handtücher und Frotteewaren fürs Bad bestehen aus Baumwolle oder Mikrofaser sowie aus einem Mischgewebe. Viele Verbraucher wünschen sich heute ökologische Textilien und Produkte für ihr Zuhause. Sie setzen auf eine nachhaltige Herstellung, die umweltschonend ist. In diesem Zusammenhang ziehen Handtücher aus Bambus, Leinen und Biobaumwolle die Aufmerksamkeit auf sich.

Im Grunde genommen spielt es keine Rolle, aus welchem Material ein Handtuch besteht. Alle Stoffe gehen mit bestimmten Vor- und Nachteilen einher.

Frottee versus Baumwolle – welches Handtuch ist besser?

Im Vergleich zum Baumwollgarn kommen die Mikrofasergarne nur auf ein Drittel des Volumens. Dabei sind sie sehr engmaschig und dicht genäht. Ein Baumwolltuch kann eine ganze Menge aufnehmen. Eine ideale Zusammensetzung des Materials und der Webstruktur kann Wassermoleküle aufnehmen und eine enorme Oberfläche entwickeln. Die Wassermoleküle bleiben in den Zwischenräumen der Fasern, weshalb die Handtücher schneller trocknen.

Die Fasern absorbieren die Feuchtigkeit nicht. Deshalb entweicht die Feuchtigkeit schon beim Ausschütteln des Handtuchs relativ schnell. Der Blick auf das Material ist umso wichtiger, wenn Sie sich ein Handtuch wünschen, das Sie unterwegs auf Reisen mitnehmen und immer wieder trocken zurück in die Tasche oder in den Koffer packen wollen.

Frottee und Baumwolle haben einen entscheidenden Nachteil. Sie können nach mehrmaligem Gebrauch, Zusammenlegen und waschen mit der Zeit borstig und faltig werden. Das minimiert das flauschige Gefühl beim Abtrocknen. Deshalb sollten Sie Handtücher wenn möglich ohne Weichspüler waschen. Beachten Sie die Herstellerhinweise, was die Pflege und Reinigung der Frotteeware anbelangt.

In eine Extra-Kategorie gehören die Handtücher aus Biobaumwolle. Dahinter verbirgt sich der biologische Anbau der nach kontrollierten und strengen Vorgaben erfolgt. Es kommen keinerlei Pestizide zum Einsatz. Die Arbeiter pflücken die Baumwolle schonender von Hand und verarbeiten sie nicht mit chemischen Entlaubungsmitteln. Über die weitere Verarbeitung sagt das Biosiegel eigentlich wenig aus. Noch weiter geht das GOTS Textilsiegel. In diesem Zusammenhang müssen sich die Hersteller an soziale Standards und Umweltstandards in der Herstellung halten. Das reicht bis zur Verpackung der Handtücher.

Umweltfreundlich und nachhaltig: Bambus Handtücher

Der Anbau von Baumwolle verschlingt enorme Mengen an Wasser. Diese werden für Bambus nicht benötigt. Bambus gehört zu den Pflanzen, die am schnellsten wachsen und von Schimmel und Insekten kaum angegriffen werden. Deshalb kommen bei der Herstellung von Bambushandtüchern so gut wie nie Pflanzenschutzmittel zum Einsatz.

Bambus selbst ist antibakteriell. Dieser Stoff ist hypoallergen und für besonders sensible Menschen und Verbraucher mit Allergien geeignet. Außerdem trocknen die Handtücher sehr schnell und sind atmungsaktiv. Sind die Handtücher aus Bambus schmutzig und wollen Sie diese wieder sauber bekommen, reicht ein pflegeleichtes Waschprogramm bei 30 °C aus.

Leinen Handtücher

Leinen oder Flachs gehören zu den Naturfasern. Der Leinenstoff wird aus den Stängeln der Pflanze des gemeinen Leins gewonnen. Sie haben die Wahl, die Samen zu Leinöl zu verarbeiten wie in Linoleum und in Laken. Für das Gewebe kommen die reinen Leinen oder Halbleinen zum Einsatz. Besonders im Sommer sind die Textilien sehr beliebt, denn sie nehmen sehr viel Feuchtigkeit auf und geben sie schnell wieder an die Umgebung ab.

So bewirken die Leinen einen angenehmen kühlenden Effekt. Das Material liegt noch dazu angenehm auf der Haut, weshalb es nicht nur bei den Frotteeprodukten, sondern auch bei Kleidungsstücken und Bettbezüge zum Einsatz kommt.

Frottier oder Frottee – was ist bequemer?

Den Unterschied zwischen Frottee und Frottier sollten Sie kennen. Frottee ist das Glattgewebe. Durch den gezielten Einsatz von Effektgarn entstehen die Schlingen des Handtuchs. Ist von Frottier die Rede, handelt es sich um die sehr aufwändige Webtechnik. Diese basiert auf zwei Kettensystemen. Diese Schlingen werden beidseitig gewebt.

Das macht die Frotteehandtücher hochwertig, dicht und griffiger. Es wäre richtig, wenn man Frottier als hochwertiger im Vergleich zu Frottee bewerten würde. Dafür ist das Flachgewebe robust und sehr pflegeleicht. Beide Materialien haben ihre Stärken.

Bademantel im Handtuch Stoff – gibt es das?

Ja, damit ist der Frotteestoff gemeint. Mit einer Grammatur von 400-500 g/Quadratmeter ist dieser Stoff nicht nur leicht, er kommt auch als Handtuch oder Bademantel zur Anwendung. Das Gewebe besteht in den meisten Fällen zu 100 % aus hochwertiger Baumwolle. Die Stoffe lassen sich beliebig weiter verarbeiten und sind in einzelnen Fällen sogar handgefertigt.

Wenn Sie sich für den Handtuch Stoff entscheiden, wird dieser in Metern berechnet und auf Wunsch zugeschnitten. Sie müssen im Vergleich zu anderen Stoffen deutlich mehr ausgeben, profitieren aber von einer angenehmen Haptik und hochwertigen Materialien.

DIY: Handtuch Stoff Meterware

Aus dem genannten Handtuch Stoff können Sie ihre Frottierware auch selbst nähen. Dafür sollten Sie einiges Geschick mitbringen. Dennoch gehören die Handtücher zu den Anfängerprodukten.

Neben den normalen Handtüchern, Badehandtuch und Duschhandtuch können Sie einen Waschlappen und einen Seiflappen nähen. Verwenden Sie dafür den identischen Stoff, dann passen die Badtextilien zueinander.

Außerdem haben Sie dadurch die Möglichkeit, alle Handtuch Stoffe bis auf den letzten Rest zu verbrauchen und nichts zu verschwenden.

Bei dem dickeren Frottee müssen Sie die zugeschnittenen Handtuch Stoffe nicht versäumen. Nähen Sie vorher alle Kanten mit dem Overlock der Nähmaschine. Schlagen Sie eine Nahtzugabe von ungefähr 1 cm. Diese lässt sich dann mit einem Geradstich zur Schnittkante hin versteppen. Bringen Sie dann mittig auf der Längsseite noch eine Aufhängung an. Sie können diesen Abschnitt links auf rechts auflegen und fest nähen. Sicherheitshalber nähen Sie zwei bis dreimal über den Anhänger.